V!C!M! #Die Grauen des Krieges

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Platte 32: ¿Por qué?, de Goya 1810s

Die 82 Grafiken von Desastres de la Guerra reichen weit über die reine Darstellung der Brutalität des Krieges hinaus sie beschreiben die Folgen des Krieges wie Hunger, die Hilflosigkeit der Zivilbevölkerung und die Ignoranz der herrschenden Klassen. Die 82 Grafiken bilden einen Katechismus des Krieges und lassen dabei keinem Bereich unberührt. Die Grauen des Krieges ist eine Collage aus Wahnsinn, Wut und Verzweiflung. Es ist das letzte Lied aus dem Block der de Goya behandelt, eine Zusammenfassung und ein Destillat der 82 Bilder. Weshalb ich den Text für sich stehen lasse.

VERS 1

Viele Narben zieren den Körper…

Der Geruch von verbranntem Fleisch…

Über all nur blutige Leiber…

Rundherum ist das Leben verwelkt…

VERS 2

Todesangst nagt am Knochen…

Eiseskälte erledigt den Rest…

Die Finger zittern am Abzug…

Ist es falsch oder ist es recht?

CHORUS

Was hast du nur aus mir gemacht?

Wie nur hast du mich gebrochen?

Ein starker Weg,

hat mich einst geprägt.

Doch was ich hier erfahren,

hat meinen Geist zerschlagen.

VERS 3

Ein Anblick den man nicht vergisst,

er brennt sich in die Seele ein.

Soldaten, aus dem Leben gerissen.

Ihre Liebsten werden es nie erfahren.

VERS 3

Tag für Tag herrscht hier nur Kummer.

Ständig sieht man Hass und Tod.

Niemand redet mehr vom Sieg.

Nur die Toten kennen das Ende vom Krieg.

Die Grauen des Krieges ist ein Lied, dass sich erst nach mehrmaligen Hören wirklich entfaltet und am Ende auch ein Element einführt, dass erst bei Totengeigen wieder aufgegriffen wird. Somit schließt sich auch dieser Block und wir kehren zurück zu Dix.

Μ.Χ. am 12 Dezember 2013



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